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Die „Erzgebirgs-Zeitung“ feiert 140 Jahre-Jubiläum ihrer Gründung 

 
Im Mai 2015 erschien wieder nach 72 Jahren die "Erzgebirgs-Zeitung" (Krušnohorské noviny), die Heimatzeitschrift für das Erzgebirge und das Böhmische Mittelgebirge, deren Grundlage auf eine lange Tradition verweist. Die historische Redaktion hat ihre Arbeit in Görkau bei Komotau (Jirkov) im Jahr 1880 begonnen und arbeitete im Laufe der Zeit in Brüx (Most), Oberleutensdorf (Litvínov) und Teplitz (Teplice). Die Zeitschrift entwickelte sich zu einer beliebten Lektüre auch auf sächsischer Seite und erschien bis in das Jahr 1943. Die Erzgebirgs-Zeitung wurde vorerst – im Mai 2015 – in tschechischer Sprache wieder ins Leben gerufen, zwei Jahre später – seit November 2017 – erscheint die Zeitschrift – wie das Original – wieder auch in deutscher Sprache.

Am 15. Mai 1880 ist die erste Nummer der „Erzgebirgs-Zeitung“, Organ der Tourismusvereine des böhmischen Erz- und Mittelgebirges erschienen. Herausgeber der Zeitung war von Anfang an der „Verlag des Görkauer Erzgebirgsvereins“ und gedruckt wurde sie in der Druckerei Brüder Butter in Komotau. 


Die Gründung der ersten Erzgebirgsvereine war im Jahre 1879 in Görkau und Oberleutensdorf. Ab 1880 folgten weitere Gründungen in Schmiedeberg (später Schmiedeberg–Weipert–Kupferberg), Joachimstal, Karlsbad, Graslitz und Komotau. Einer nach dem anderen erklärte die „Erzgebirgs-Zeitung“ zu seiner Vereinszeitschrift. Lange Zeit bildeten diese allein den Kern des Verbandes der Touristenvereine der Erz- und Mittelgebirges, der am 26. Februar 1882 in Karlsbad gegründet wurde. 


Bis 1943 gab es bei der Zeitung acht Chefredakteure (damals als „Schriftleiter“ bezeichnet).


Der erste Chefredakteur war Herr Dr. Ambros Mayr, Gymnasialprofessor in Komotau, ein gebürtiger Tiroler und hervorragender Germanist. Ein Mann, der die Ausgabe der Zeitschrift vorzüglich verfasste und in ihr gleich von Anfang an etwas ganz besonderes Gediegenes bot. In seinem Leitwort sagt er u.a.: „Edel sind die Zwecke, welchen die Blätter zu dienen bestimmt sind, denn sie weihen sich dem Kultus des heiligsten der Gefühle: der Liebe zum Vaterland und zur Heimat, deren Schönheit klar gemacht und deren Kunde verbreitet werden soll, auf daß wir nicht als Fremde durch unsere heimatlichen Gaue wandern“.



Als Dr. Ambros Mayr nach einjähriger Tätigkeit als Redakteur der „Erzgebirgs-Zeitung“ an das Gymnasium nach Bozen berufen wurde und sich keiner der Erzgebirgsvereine zur Übernahme des Verlages entschließen konnte, übernahm August Weymann (Obmann des Erzgebirgsvereins Brüx-Oberleutensdorf) den Verlag und die Redaktion, um den Erhalt der jungen Zeitschrift zu sichern. Große Opfer an Zeit und Mühen, sowie zahlreiche Sorgen waren damit verbunden. 


Ab dem 1. Januar 1884 ging die Redaktion der „Erzgebirgs-Zeitung“ an den Verband über. Jährlich erschienen sechs Hefte.
Am 28. Mai 1885 wurde der Gebirgsverein in Teplitz gegründet. Teplitz ist 1887 zum Hauptort des Verbandes gewählt worden. Der Obmann des Teplitzer Gebirgsvereins Reginald Czermack, Unternehmer und Feuerwehrpionier, wurde zum Verbandsobmann. Unter seiner Obmannschaft erfuhr die „Erzgebirgs-Zeitung“ eine bedeutende Vergrößerung ihres Umfanges. Ab Januar 1888 wird die Verbandszeitschrift in der Druckerei C. Weigend in Teplitz gedruckt und erscheint ab März 1888 monatlich.
Die ersten Jahre versprachen einen verheißungsvollen Anfang. Die Zeitung gestaltete sich zu einem treuen Vertreter des Erzgebirges und des Böhmischen Mittelgebirges. Während manche andere Zeitungen und Zeitschriften in den Kriegswirren und der Not des ersten Weltkrieges untergingen, ist es den Herausgebern dieser Zeitschrift hoch anzurechnen, dass die Erzgebirgszeitung diese Zeit überstanden hat.


Der Verband der Gebirgsvereine kümmerte sich nicht nur um die regelmäßige Herausgabe der Erzgebirgs-Zeitung, sondern auch um das Zusammenwachsen der einzelnen Erzgebirgsvereine durch gemeinsame Ausflüge. Es galt den „Geist der Einheit und Zusammengehörigkeit“ zu entwickeln und zu pflegen.


Die geringen Jahresbeiträge, welche die Vereine dem Verband beisteuerten, reichten kaum für die Herstellung der Erzgebirgs-Zeitung. Der Herausgeber musste oft zu außerordentlichen Schritten greifen, um den Erhalt des Blattes zu sichern.
Einer der bedeutenden Redakteure war Josef Brechensbauer von 1905 bis 1920 (u. a. Autor des „Erzgebirgs-Kammweg-Führers“). Er hatte unter anderem die schwere Aufgabe, die Herausgabe der Zeitschrift während der Kriegszeit und den Kriegsfolgen zu organisieren. Einige Jahre hindurch konnte die Erzgebirgs-Zeitung jährlich nur in sechs wenig umfangreichen Heften auf schlechtem Papier erscheinen. Doch war sie auch in ihrem „ärmlichen Kleide“ vielen Söhnen der Heimat, weit draußen im Schützengraben, ein trauter Bote aus der Heimat.
Dr. Gustav Müller, Professor an der Handelsakademie in Teplitz-Schönau, übernahm am 1. März 1925 die Redaktion der Erzgebirgs-Zeitung. Gleichzeitig übernahm er die Leitung des Teplitzer Gebirgsvereins. Unter seiner Leitung konnte die Erzgebirgs-Zeitung wieder zwölfmal jährlich erscheinen. Außerdem erschienen bei besonderen Anlässen prächtige Sonderhefte wie: Keilberg, Kupferhübel, Graupen, Klösterle, Eichwald, Donnersberg, Dux und Görkau. Dank Dr. Gustav Müller hat die Erzgebirgs-Zeitung zu den alten Anhängern viele neue Freunde gewonnen.


Die über 60-jährige Herausgabe der Erzgebirgs-Zeitung diente beharrlich der Förderung von Volkskunde, Heimatforschung, Wanderpflege und dem Fremdenverkehr. Sie wurde nicht müde, auf die landschaftlichen Schönheiten und die Eigenart des Erzgebirges und der angrenzenden Gebiete hinzuweisen.
Das Erzgebirge wurde durch den Verband touristisch erschlossen und ist seither von den Naturfreunden von Nah und Fern geschätzt.
Der Georgendorfer Verein – Verein zur Belebung der Erzgebirgsregion (aus der böhmischen Seite des Erzgebirges) und der Heimatgeschichtsverein Rechenberg-Bienenmühle e.V. (aus Sachsen), haben sich zum Ziel gesetzt, das wertvolle historische Erbe der Erzgebirgs-Zeitung wieder zu beleben und die historischen Schätze unserer Region, sowie aktuelle Ereignisse der Erzgebirgsregion aufzugreifen. 


Die wiedergeborene „Erzgebirgs-Zeitung“ erschien erstmalig am 15. Mai 2015 in Tschechisch. Die Ausgabe vom 15. November 2017 war dann erste Ausgabe nach dem Jahre 1943 in deutscher Sprache.
Neben den vielfaltigen Themen erfahren Sie in jeder Ausgabe u. a. auch Informationen über den Lückenschluss der Bahn zwischen Most (Brüx) und Freiberg. Dies ist ein Beispiel, dass die Herausgeber der Erzgebirgs-Zeitung neben der Redaktionsarbeit auch praktische grenzüberschreitende Projekte umsetzen. Die beiden Vereine – Herausgeber der Erzgebirgs-Zeitung – sind seit 2015 Koordinatoren der Initiative für den Lückenschluss. Seit 2011 sind sie Initiatoren und Organisatoren auch weiterer deutsch-tschechischer Projekte, über die die Erzgebirgs-Zeitung berichtet und somit eine wichtige Rolle des Multiplikators dieser gemeinnützigen Aktivitäten spielt.
Die heutige Redaktion arbeitet seit 2015 im Waldstein-Schloss in Litvínov (Oberleutensdorf).


Zum Redaktionsrat der neuen Erzgebirgs-Zeitung gehört auch eine Zeitzeugin der Herausgabe der historischen „Erzgebirgs-Zeitung“ Frau Hana Truncová, geb. John. Sie ist im Jahre 1924 in Teplitz-Schönau geboren und war eine Schülerin des letzten Chefredakteures Dr. Gustav Müller. 


Hilfreiche Unterstützung erhaltet die Redaktion zu inhaltlichen Themen von vielen Vereinen, Museen, Archiven, Experten und Heimatforschern, sowie von ehemaligen Bewohnern des böhmischen Erzgebirges.
Die deutsche Version seit 2017 erscheint jährlich. Für den Bezug können Sie an die Redaktion wenden (Erzgebirgs-Zeitung, Schloss Waldstein, Mostecká 1, CZ-436 01 Litvínov; E-Mail: info@erzgebirgs-zeitung.de). 

 
Ihr Ansprech- und Vertriebspartner für Deutschland: Herr Heinz Lohse, Muldentalstraße 49, D-09623 Rechenberg-Bienenmühle, Tel.: 037327 9958, Handy: 0179 5348943, E-Mail: HLohse4@gmx.de.





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